- Der erste große schlag: Dänemark -

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Hage RAPANNTE! Groß war die Freude, als Kai, meine Freundin Katrin und ich uns in Stickenhörn trafen, um auf das Pfingstwochenende anzustoßen.

Am nächsten Tag verließen wir mit südlichen Winden der Stärke 3-4bft den Hafen und entschlossen uns Kurz 30° abzustecken um am Abend in Bagenkop in Dänemark einzulaufen. 9 Stunden Fahrt nach Kompass, wir sichteten Land, die Hafeneinfahrt direkt voraus. Wahrscheinlich lag es daran, dass wir uns unterwegs mit den Göttern Neptun, Poseidon, Rasmus und dem Klabautermann gut stellten, dass wir den Hafen trotz fehlenden Navigationsbesteckes und Beschickung auf Anhieb getroffen haben.

 

 

Den Pfingstsonntag verbrachten wir auf Langeland. Lauschige Wanderwege luden zum Kraft tanken in der schönen Landschaft ein. Wir waren uns einig, der dichte Nebel am Morgen des Pfingstmontages würde sich lichten. Schließlich müssen wir die Heimreise antreten. Der Nord-Östliche Wind stand gut. Doch selbst nach Stunden unter Motor war keine Besserung in Sicht. Diese Betrug meist unter 50m. Unter Anspannung, ob der frisch gewartete Motor dieses Mal durchhalten wird, tuckerten wir mit 6kn und Kurs 210° gen Kiel. Als auf unsere regelmäßigen Schallsignale plötzlich ein Schiffshorn, anstatt der sonst üblichen kleinen Tröten antwortete, rutschen uns beinahe die Herzen in die Hose. Den erfolglosen Versuch, mit dem Großen, nicht in Sicht befindlichen aber offenbar sehr nahen Unbekannten Kontakt via Funk aufzunehmen, bekam die Crew der Yimmy mit, einem Motorsegler mit Kuttertakelung und Radarausrüstung. Dieser bot uns an, westlich von Gabelsflach auf und zu warten, um gemeinsam in die Förde einzulaufen. Im Zick-Zack und mittlerweile einem weiteren Segler unter Motor im Gespann, liefen wir vorbei an Vor-Anker-Liegenden Tankern in die aufgeklarte Förde ein. Vielen Dank nochmal an dieser Stelle!

Als Schlusswort möchte ich Kai zitieren: „Hier kannst du mehr erleben, als in 3-Wochen All-inklusive-Urlaub!“ In diesem Sinne: Mast und Schotbruch – und immer eine Handbreit Wasser unter dem Kiel.